
MATR ist ein Wiener Startup, welches für die Innovation der Matratze steht. Die meisten Matratzen bestehen aus vielen verschiedenen Materialien, wie zum Beispiel Schaumstoff, Kleber und Textilien – insgesamt oft um die 12 verschiedene Materialien. Diese werden so fest zusammengeklebt, dass man sie nicht mehr trennen kann. Dadurch enden sie schlussendlich in der Müllverbrennung.
MATR wurde 2022 von Verena Judmayer und Michaela Stephen gegründet. Zwei Unternehmerinnen, die sich dafür einsetzen, Abfall aus der Matratzenindustrie zu reduzieren und gleichzeitig ein besseres Schlaferlebnis zu bieten. Sie wurden von der alarmierenden Statistik inspiriert, dass in Europa jährlich 30 Millionen Matratzen entsorgt werden.
Der Ablauf erfolgt so: Die Matratzen bestehen nur aus zwei Materialien: ein spezieller Stahl für die Federn und ein patentiertes Polyester-Gewebe. Diese werden auch nicht zusammengeklebt, sondern mithilfe einer speziellen Verbindungstechnik zusammengefügt. Laut MATR verursacht ihre Matratze im Vergleich zu herkömmlichen Modellen etwa 50 % weniger CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus hinweg, weil eben nichts verbrannt werden muss.
MATR hat vor allem ein Abo-Modell und liefert an Hotels. Sie wissen dadurch genau, wo die Matratzen sind. Nachdem sie ausgedient haben, werden diese wieder abgeholt und in einer Recyclinganlage sorgfältig voneinander getrennt. Dadurch kann der Stahl wieder eingeschmolzen werden. Das Polyester wird einfach mechanisch von den Stahlfedern getrennt und die Komfortschicht chemisch in die Moleküle zersetzt. So gibt es kein Downcycling und es ist zu 100 % recycelbar.
Das ist auch noch wichtig: Damit das Recycling perfekt funktioniert, hat jede Matratze einen digitalen Produktpass (QR-Code). So weiß die Fabrik sofort, was zu tun ist. Ein netter Nebeneffekt der Materialien ist, dass die Matratze viel luftdurchlässiger ist als normaler Schaumstoff, was beim Schlafen weniger schwitzen bedeutet.
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